Von Dienstagnachmittag, den 15.06.2010 an hatte es in der Region pausenlos geregnet. Zwar hatten die Behörden vor einem Unwetter gewarnt. Dass der Regen aber derart flutartig kommen und binnen weniger Minuten alles überschwemmen würde, hatte niemand geahnt. Ein derart schlimmes Unwetter in der Region gab es nach Angaben des französischen Wetterdienstes zuletzt im Jahr 1827.

Acht Campingplätze mussten evakuiert werden. Fast 100.000 Haushalte waren am Mittwoch immer noch ohne Strom, wie das örtliche Versorgungsunternehmen mitteilte. In über 13.000 Haushalten fiel überdies das Telefon aus.

Das schlammige Wasser stand zwei Meter hoch in den Straßen. Am Mittwoch, als der Regen nachließ, waren die Wege teils von Schlammmassen, verkeilten Autos, Trümmern und Schutt verstopft. Bäume lagen quer, Möbelstücke trieben im Wasser auf den Straßen. Neun Hubschrauber und 15 Boote waren den Behörden zufolge allein in Draguignan im Einsatz, um Hunderte Anwohner in Sicherheit zu bringen. Rund 450 Menschen wurden auf dem Luftweg aus dem Katastrophengebiet gerettet. Mindestens 19 Menschen starben in der Region.